Abklärung zu Risiken der AHV-Nummer

Die schweizweite behördliche Verwendung der AHV-Nummer bleibt umstritten. Die nationalrätliche Rechtskommission verlangt nun in einem Postulat eine Abklärung der Risiken sowie das Aufzeigen von Verbesserungsmöglichkeiten. Gleichzeitig spricht sich das Gremium für die Verwendung der AHV-Nummer im Grundbuch aus. 

«Der Bundesrat wird beauftragt, innerhalb der laufenden Legislatur in einem Konzept aufzuzeigen, wie den Risiken begegnet werden kann, die mit der Verwendung der AHVN13 als einziger Personenidentifikationsnummer verbunden sind. Zudem ist aufzuzeigen, wie der Datenschutz bei der Verwendung von Personenidentifikationsnummern durch Kantone, Gemeinden und Dritte verbessert werden kann. Dabei ist die Beurteilung des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) zu berücksichtigen.» Mit diesem im Nationalrat noch zu verabschiedenden Postulat setzt die Rechtskommission einen Kontrapunkt zu ihrem Beschluss, die Verwendung der AHV-Nummer im Grundbuch zu empfehlen. Hintergrund ist ein vom EDÖB und dem Bundesamt für Justiz gemeinsam in Auftrag gegebenes Gutachten. David Basin, Professor für Informationssicherheit an der ETH, kommt darin zum Schluss, bei einer breiten Anwendung auf allen staatlichen Stufen sei von einem «nicht unerheblichen Risiko» für Attacken von internen und extern Angreifern auszugehen. Er empfahl verschiedene Massnahmen, um die Sicherheit zu erhöhen. Das Bundesamt für Sozialversicherung erarbeitet im Auftrag des Bundesrates eine Änderung des AHV-Gesetzes, das es allen Behörden erlauben würde, auf die Datenbank mit den AHV-Nummern zuzugreifen. 

Urs Fitze

© 2018 Schweiz. Verband Creditreform (Genossenschaft)

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