Österreich: Optimistische KMU

Nach einigen mageren Jahren ist nun auch die österreichische Wirtschaft wieder im Aufwind, was sie unter anderem der starken Binnennachfrage zu verdanken hat. Die von der Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung auf Basis einer Umfrage bei 1700 KMU berechneten Geschäftslagen- und Erwartungsindices liegrn beide deutlich über dem Vorjahresergebnis. Ein Blick auf das Creditreform Klimabarometer – das Stimmungsbild der österreichischen KMU – genügt, um den bedeutenden Aufschwung des österreichischen Mittelstands vor Augen zu haben. Die Talsohle ist überwunden: Binnen zwölf Monaten legte der Index um 14,3 Zähler zu und notiert bei 16,6 Punkten. Alle Stimmungsindikatoren haben sich kontinuierlich verbessert, die österreichischen KMU sind äusserst optimistisch gestimmt. Geschäftslage- und Erwartungsindex sind nahezu deckungsgleich. Zuletzt gab es so viel Positives vor fünf Jahren zu berichten.

Verarbeitendes Gewerbe und Industrie als Konjunkturlokomotive

In allen Wirtschaftszweigen lagen die Zunahmen im zweistelligen Bereich. Als Konjunkturlokomotive erweist sich das Verarbeitende Gewerbe, das am stärksten zulegen konnte. An zweiter Stelle folgt der Handel, danach die Dienstleistungsbranche und schliesslich das Baugewerbe. Die verbesserte Auftrags- und Preisentwicklung schlägt sich auch positiv in den Umsätzen nieder. Auch bei den Umsatzerwartungen des Mittelstands in Österreich geht der Trend weiter nach oben, in allen Wirtschaftsgruppen sind die befragten Betriebe optimistischer als vor einem Jahr.

Optimismus als beste Waffe

Nach Jahren des Jammerns und des Abwärtstrends geht es wieder aufwärts mit Österreichs Wirtschaft. Trotz der unsicheren Lage in Europa (Griechenland, Brexit) und der Welt (Nahostkonflikte, Nordkorea, Terror, Protektionismus) haben die Unternehmen wieder zum Optimismus zurückgefunden. Die Welt dreht sich weiter. Niedriger Dollarkurs, billiges Öl und die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank unterstützen die exportorientierte Wirtschaft. Die besonders positiven Zahlen beim Handel dürften wahrscheinlich auf die gute Binnennachfrage aufgrund der Steuerreform zurückzuführen sein. Daher bilanzieren das Verarbeitende Gewerbe und der Handel im Konjunkturbarometer besonders gut. Aber auch die Bauwirtschaft hat sich erholt und sich seit 2015 am deutlichsten verbessert. Gewinne wurden zur Krisenabwehr in den Aufbau des Eigenkapitals investiert, was die Stabilität der Eigenkapitalsituation in den letzten zehn Jahren bestätigt.

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Gerhard M. Weinhofer, Mitglied der Geschäftsleitung, Creditreform Österreich

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